Jinjok schrieb:
(...)Am Phranang-Strand von Railey wurde bis 2009 das Verkaufsvorbot noch durch die Plozei kontrolliert und die Schwarzarbeiter aus dem Isaan spielten bei Razzien für die Touristen sichtbar ein Katz- und Mausspiel und versteckte die Waren in den Nischen der Höhle, vergrub sie im Sand oder stellte sie zu einerm Touristen in den Sand.(...)Jetzt hat die Polizei scheinbar kapituliert und die Händler, die horrende Preise verlangen und garantiert keiner Steuern für die umgesetzten Waren abführen, haben alle Schattenplätze unter den Bäume abgesperrt und sich kleine Verkaufsstände gebaut.(...)
Es ist zwar traurig, aber der Grund für dieses illegalen Händler ist auch hier wieder die Korruption. Im heutigen Thailand leider keine Seltenheit.
Man könnte diesen Verkauf einfach unter bestimmten Voraussetzungen legalisieren, so wie es an vielen Stränden üblich ist. Das würde aber mit einem immensen Einnahmeverlust bei den Nebeneinkünften der thailändischen Polizei einhergehen und darum wird es nicht legal werden. In Ao Nang kann man tagtäglich beobachten, wie die Ordnungshüter am Strand nach dem Rechten gucken. Sie sind blind wenn die Kohle stimmt, sie greifen durch, wenn sich jemand diese Blindheit nicht erkauft.
Das ist nicht erfunden, wir haben es schon oft am Strand von Ao Nang erlebt, wie diese korrupten Polizisten gezielt eine bestimmte Verkäuferin einsammelten, während die anderen Verkäufer(innen) unbehelligt davon kamen. Ein schlechtes Gewissen haben sie dabei nicht. Sie kommen am Tag, ziehen die Verkäufer raus, die nicht ihren Obolus an sie gezahlt haben und halten dann noch ein Schwätzchen an den Massagehütten.
Sie zeigen Präsenz, während die anderen Verkäufer, die ihren Obolus an sie gezahlt haben, kurzzeitig ihre Verkaufstätigkeiten einstellen. Nebenbei werden unter Umständen noch neue "Konditionen" ausgehandelt.
Ich habe mal mit einem Uhrenverkäufer gesprochen. Ich meine er musste damals 20.000 THB zahlen, um die Polizisten "blind" zu machen. Der illegale Verkauf von gefälschten Uhren ist zwar aus meiner Sicht etwas Anderes, wie der Verkauf von Getränken, aber man sieht, die Polizei, hat durch die in die Illegalität getriebenen Verkäufer einen ordentlichen Nebenverdienst.