Inzwischen hat die
BBC am Montag auch ganz groß über die Fälle von Erpressung von Ausländern am Flughafen Suvarnabhumi berichtet. Auch die
dänischen Medien warnen ihre Leser und Zuschauer vor den Praktiken der Flughafen-Mafia in Bangkok. Das ist wohl nun auch bis zur Regierung durchgedrungen, die am 28. Juli eine ihrer bekannten PR-Aktionen starten wird um die illegalen Taxi-Betrüger, Tourschlepper und anderes lichtscheues Gesindel, welches besondern Jagd auf die ankommenden ausländischen Touristen macht, vom Flughafen zu vertreiben. Die Aktion wurde in allen Zeitungen und TV-Nachrichten diese Woche angekündigt, das heißt alle sind gewarnt. Man kennt solche Aktionen davon, wenn vor laufenden Kameras Raubkopien von CDs und DVDs mit einer Dampfwalze platt gemacht werden. Am nächsten Tag ist wieder alles beim Alten.
Die Leitung des Flughafen hat auch organisatorisch alles getan, um der Mafia beste Bedingungen zu bieten. Regelmäßig werden die zwei Stände für die öffenlichen Taxis immer wieder wo anders hinverschoben, meistens noch weiter weg von den Ausgängen der Gepäckabholung. Die Hinweisschilder sind spärlich und mittlerweile sind die Taxistsände ganz an den Enden des langen Terminals angekommen. Da muß man mit seinem Gepäck ca. 300 Meter durch die aggressiv agierenden Schlepper laufen, die sich einem in den Weg stellen, und unablässig mit dummen Sprüchen anquatschen [hello Sir, where you going | taxi taxi | hey you, going Pattaya, have taxi] wenn man in der Mitte rauskommt. Mal sehen wo ich die echten Taxis im kommenden März vorfinde. Länger las ein Jahr waren sie bisher nie am gleichen Platz geblieben.
Gelichzeitig wurde heute bekannt, dass sich bereits jetzt abzeichnet, dass Thailand dieses Jahr 20% weniger Touristen besuchen werden als noch im unruhigen letzten Jahr mit den Demonstrationen der PAD und der 10-tägigen Schließung der Flughäfen. Dieses Jahr kommt die weltweite Wirtschaftskrise, die immer schlimmer grassierende Schweinegrippe, die blutigen Unruhen der Rothemden zum Asean-Gipfel im April, der seit 5 Jahren andauernden fast täglichenTerrorakte von Moslems im Süden und die nicht abebben wollenden Nachrichten über Touristen die wegen Lappalien ihren urlaub in Gefängnissen verbringen müssen oder von der Polizei zur Vermeidung von Untersuchungshaft in Bagatellfällen hohen Summen erpreßt werden.
Das ist Negativwerbung mit System.