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Tags >> Bangkok
Mai 25
2010

Thailand nach dem Rothemden-Aufstand - Ein Resümee (Teil V)

Geschrieben von Jinjok in Thailand , Shinwatra , Shinawatra , Rothemden , Lumpinipark , Bangkok

Jinjok

Limthongkul ging damit kurzerhand im Geiste des Hyde Parks von London in den Lumpini Park, der in den Abendstunden von vielen Bangkokkern zur Erholung genutzt wird. Ursprünglich nur um gegen die Absetzung seiner Sendung zu protestieren. Aber es gab viele Gründe um gegen diese Regierung zu protestieren. Die Korruption, die Vetternwirtschaft und die 2500 ungeklärten Morde der Polizei an unschuldigen Menschen vom Frühjahr 2003. Bald sprach sich die wöchentliche Versammlung herum und es kamen immer mehr Menschen.

Irgendwann wurde der Lumpini Park zu klein und die Bewegung der Gelbhemden, die sich um die Open Air Talk Show formiert hatte mußte auf den Sanam Luang ausweichen. Die Regierung hatte bereits die Rothemden-Gegenbewegung gegründet. Nach dem Verkauf der Shin Corp-Anteile intensivierte sich der Protest der Gelbhemden, nachdem er in den Wochen zuvor etwas an Fahrt verloren hatte. Nun strömten die Massen förmlich zu den Demonstrationen und die Regierung hatte kaum Möglichkeiten, sie davon abzuhalten. Nun begannen die Gelbhemden den Premierminister auch öffentlich zu konfrontieren. Bei all seinen Auftritten forderten sie seinen Rücktritt.

Mai 23
2010

Thailand nach dem Rothemden-Aufstand - Ein Resümee (Teil IV)

Geschrieben von Jinjok in Thailand , Siam Paragon , Shiwnatrata , Rothemden , Redshirts , Bangkok

Jinjok

Seit seiner Machtergreifung 2001 hatte die Shiwnatrata-Regierung systematisch alle Medien gleichgeschaltet. Zum Zeitpunkt des Shin Corp.-Verkaufes gab es keine nennenswerten regierungsunabhängigen Medien in Thailand mehr. Wer nicht über die Reklame-Budgets auf Linie gebracht werden konnte, wurde mit Verleumdungs- und Majestätsbeleidigungsklagen überzogen. Von trauriger Berühmtheit war ein Artikel in der Bangkok Post über die offensichtlich niedrige Qualität der Start- und Landebahnen des kurz vor der Einweihung stehen neuen Großflughafen Suvarnabhumi. Ein Prestigeobjekt Shinawatras. Ein Reporter wagte es die offensichtlichen Risse in den Landebahnen sogar abzubilden. Er mußte sich dafür entschuldigen und wurde fristlos entlassen. Ein Jahr später wurde der halbe Flughafen stillgelegt, weil die Risse die Sicherheit substanziell gefährdeten und Don Mueang mußte entmottet werden. Aber da war Shiwnatra schon Geschichte.

Die Bevölkerung regte sich aber über diese Verhinderung der Wahrheit sehr auf und das verschaffte den Gelbhemden wieder mehr Zulauf. Durfte doch auf deren Kundgebungen seit Langen mal wieder die Wahrheit gesagt und die vielen Mißstände die sich seit 2001 über das Königreich ausbreiteten beim Namen genannt werden. Im Laufe das Jahres 2005 schien es aber dennoch, dass der Bewegung die Puste ausgehen sollte. Eine massive Kampagne der Shinawatra-Regierung in allen Medien gegen die Gelbhemden dämmte den Zulauf ein. Geleichzeitig erhöhte Shinawatra die Publicity für billige Aktionen um die armen Massen hinter sich zu bringen.

Mai 20
2010

Thailand nach dem Rothemden-Aufstand - Ein Resümee (Teil III)

Geschrieben von Jinjok in Thailand , Thai Rak Thai , singapore , Shinawatra , Shin Corp Plc , Rothemden , Redshirt , Lee , Gelbhemden , Bangkok , Aufstand

Jinjok

Das Ergebnis konnte sich für Shinawatra sehen lassen. Nicht allein, dass er der erste Premierminister des Königreichs Thailand war, der sich einer Wiederwahl stellen durften, so gewann er bei dieser dank seiner Manipulationen auch 374 von 500 Sitzen. Zwar konnte er sich nicht lange an diesem Wahlergebnis erfreuen, aber die nächsten 2 Jahre waren entscheidend für seine Karriere. Nach seiner Wiederwahl konnte er die Gesetze ändern die verhinderten, dass Ausländer die Mehrheit an den thailändischen Firmen übernahmen. Aber auch ein Gesetz wurde extra für die Steuerfreiheit dieses Verkaufs erlassen. Der Verkauf seines Firmenimperiums gestaltete sich aber schwieriger als erwartet. Auch die Opposition im eigenen Land wurde stärker. Immer mehr Menschen lehnten sich gegen die Zensur und die Benachteiligung Shinawatra-ferner Firmen am allgemeinen Aufschwung des Königreiches auf. Handfeste Korruptionsvorwürfe tauchten auf und ließen sich durch die Staranwälte nicht mehr unterdrücken. Das war ein denkbar schlechtes Verkaufsklima. Einzig das befreundete Familien-Regime Lee, welches Singapore schon seit 1959 quasi in Alleinherrschaft regiert, war bereit überhaupt ein Angebot abzugeben. Es fiel dann auch erheblich niedriger aus als erwartet.

Dabei wurden durch die Verkaufsgerüchte, durch Insider geschickt gestreut, die Kurse der einzelnen Unternehmen der Shin Corp Plc über Wochen dramatisch gepushed. Zudem mußte Singapore die irrsinnige Summe in THB auf dem freien Markt beschaffen, was den Kurs des Baht stark in die Höhe trieb. Dadurch wurde nicht nur Thailands exportabhängige Industrien wie Landwirtschaft und die herstellenden Industrie in ihrer Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch der Binnenmarkt durch steigende Zinsen geschädigt. Am Ende überwies die Temasek Holding, deren Vorstand Ehefrau Lee damals war, erst im Januar 2006 76 Milliarden THB an Shinawatra. Offiziell hat er seine Kinder, die sich gerade in der Ausbildung befanden, als alleinige Besitzer des Milliardenimperiums eingesetzt. Dabei hatten sie angeblich im außerbörslichen Handel die Aktien für einen symbolischen Betrag geschenkt bekommen und auch dafür wurden keine Steuern gezahlt, genausowenig wie für den Verkauf an Themasek. Den Fehler den Shinawatra hier machte und der später zur Konfiszierung des Milliardengewinns in großen Teilen führte war, dass die Dividenden aller Anteile immer noch auf seinem Konto und nicht denen seiner Kinder überwiesen wurden - denn die Dividende bekommt der Eigentümer, nicht der Strohmann. : )

Mai 20
2010

Thailand nach dem Rothemden-Aufstand - Ein Resümee (Teil II)

Geschrieben von Jinjok in Thailand , Thai Rak Thai , Shinawatra , Rothemden , Redshirt , Bangkok , Aufstand

Jinjok

Wir sind im Jahre 2004. Shinawatra bereitet gerade den größten Cup seiner Karriere vor: Er will alle seine Beteiligungen an den verschiedenen Firmen des Shin Corp-Conglomerats meistbietend verkaufen. Ihm gehören u.a. die Fluglinie Thai Air Asia, die Mobilfunkkette AIS, die Satellitenflotte Thaicom/Shinsat, diverse Baufirmen mit Regierunsgaufträgen, der größte private TV-Sender itv und eine ganze Reihe weitere lukrativer Firmen. Natürlich will er dafür keine Steuern bezahlen. Aber dazu müssen noch ein paar Gesetze geändert werden, dafür braucht er jedoch die Stimmen der Opposition und die sind kaum zu bekommen. Viele kleinere Oppositionsparteien konnte er seit seiner Machtergreifung 2001 bereits zum Übertritt in seine Regierungspartei Thai Rak Thai (Thailänder lieben Thailänder) bewegen. Aber dafür mußte er bereits mehrmals seine Regierung umbilden, weil der den Parteispitzen jeweils einträgliche Ämter als Preis dafür verschaffen mußte. Weitere Parteiübernahmen sahen nicht mehr vielversprechend aus. Er mußte das Problem über fingierte Neuwahlen lösen. Die Vorbereitungen dazu waren schon weit gediehen.

In den vergangenen Jahren hatte er Meinungsforschungsinstitute mit flächendeckenden Umfragen zur Wählerzufriedenheit auf nahezu wöchentlicher Basis beauftragt und konnte anhand der Ergebnisse mit einem simplen PC-Programm ermitteln in welchen Wahlbezirken er für mehr Publicity investieren mußte. Das Programm lief seit längerer Zeit und die Rückmeldungen der Umfragen zeigten jetzt, dass seine Aktionen die Umfragewerte wie gewünscht beeinflussen konnten. Jetzt mußten nur noch einige Wahlbezirke, in denen die Oppostion stark vertreten war um Kreise erweitert werden, in denen unsere Alliierten stark waren. Es gab einige Wahlbezirke, in denen kleinere Oppositionsparteien stärker waren als seine TRT., aber auf Reichsebene hatten sie keine Bedeutung. Diese Wahlkreise würden aber den Ausschlag geben, ob eine Regierung mit absoluter Mehrheit von 2/3 möglich wäre. Für eine gewisse Summe würden sie sich bestimmt aus dem Wahlkampf zurückziehen. Mit den bewährten Stimmenkäufen zusammen müßte das für ein Ein-Parteienparlament reichen. Dann brauchte er nur noch Neuwahlen auszurufen.

Mai 20
2010

Thailand nach dem Rothemden-Aufstand - Ein Resümee (Teil I)

Geschrieben von Jinjok in Voice of Taksin , Vejjajiva , Thaugsuban , Thailand , Shinawatra , Rothemden , Redshirts , Bangkok , Aufstand

Jinjok

Der Aufstand begann ganz unspektakulär mit ein paar Protestkundgebungen am 27. Februar 2010 an denen insgesamt ca. 2000 Menschen teilnahmen. Ein Mopedkorso fuhr die Sukhumvit hinunter und ein paar 100 Menschen versammelten sich jeweils an verschiedenen Orten in Bangkok. Am folgenden Tag sollte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes über die Berufung Shinawatras gegen das Urteil im Prozeß über seine Milliardengewinne während seiner Amtszeit verkünden. Shinawatra hatte für seine substanzielle, finanzielle Unterstützung der Rothemdenbewegung verlangt, dass eine Million Menschen in einer Massendemonstration Druck auf die Richter ausüben. Druck haben auch verschieden Phuea Thai Abgeordnete ausgeübt, z.B. mit Worten wie: "Ich würde bei einer Ablehnung der Berufung Angst um mein Leben haben". Allerdings hatten die Rothemden das Problem, dass in der Kürze der zeit seit der Bekanntgabe des Termins logistisch keine Million Menschen organisiert werden konnte. Dafür baten sie sich vom Auftraggeber im Exil von Dubai 14 Tage mehr Zeit aus. Für den 12. März wollten sie es dann schaffen.

14 Tage später rollten die Karawanen der Pick Ups aus dem Norden und dem Nordosten, dem Isaan, dann in Bangkok ein - über 3 Tage lang. Am 14. März waren dann ca. 60.000 (wohlwollende Beobachter sprachen von 100.000) Rothemden in Bangkok versammelt. Hauptsächlich um das Gebiet zwischen der Bühne an der Phan Fah-Brücke und Sanam Luang enstpann sich eine Mischung aus Luk-Thung-Konzert und niedrigster Propaganda, die vor allem die Kronräte und die Regierung zum Ziel hatte. Die Bühne war mit modernstem Hi-Tec ausgerüstet, die auch Videoanrufe Shinwatras aus seinem Luxus-Exil in Dubai allabendlich auf Großbildwänden den Massen darbieten konnte. Die Art der Propaganda  visualisiert vielleicht am prägnantesten ein Titelblatt der unter Rothemden populären Schrift "Voice of Taksin"

Okt 26
2009

Thailand - November 2009

Geschrieben von Eventdjs in Thailand , reise , manuela u. hubi , Bangkok

Eventdjs

Reiseblog von Manuela u. Hubi.

In 2 Tagen am 28. 10. gehts los. Wir werden vom Taxi in Innsbruck abgeholt und fahren nach

Okt 29
2008

Von Bangkok nach Ayutthaya

Geschrieben von Jinjok in Thailand , Lak Muang , Krungsri River Hotel , Din Daeng , Bangkok , Ayutthaya

Jinjok

Für 10 Uhr hatte ich über eine deutsche Firma einen Wagen von Avis zum Appartment bestellt. Damit wollten wir über Ayutthaya, Bang Sai, Bang Pa In, Prachin Buri, Khao Yai, Nakhon Ratchasima, Phanom Rung zurück zum Flughafen Suvarnabhumi fahren. Das sind laut Routenplaner ca. 1300 km. Zunächst machte ich mir die wenigsten Sorgen über die Länge der Strecke, da wir uns bis zum 7. November, also 8 Tage Zeit dafür nehmen würden. Nein Sorgen machte ich mir, wie ich aus unserer Soi über Bangkoks größtes Autobahnkreuz Din Daeng auf die richtige Hochautobahn kommen würde.

 

Okt 28
2008

Bangkok Tag 2

Geschrieben von Jinjok in Thailand , Restaurant , Bangkok , AIS 1.2.Call

Jinjok

Nachdem wir unser Frühstück als American Breakfirst mit einer bescheidenen Auswahl Früchte genommen hatten, war unser Tagesplan heute zunächst unsere Winterklamotten und alles was wir nicht auf unserer Rundreise brauchten einzulagern, das Problem mit der SIM-Karte zu lösen und einen Schneider für eine mitreisende Dame zu finden.  Wir bekamen die Empfehlung für eine Schneiderin die schnell Maß nahm und nun 3 Wochen Zeit hatte aus der mitgebrachten Seide etwas zu zaubern.

Als nächstes gingen wir noch einmal in einen anderen BigC. In dessem Untergeschoß fanden wir einen Stand, der sich für 1.2.Call-Karten verantwortlich fühlte. Die Dame hinter dem Tresen ließ sich die Telefonnummer unserer SIM-Karte geben und vertiefte sich in ihren PC. Die Karte war ungültig und hatte kein Guthaben mehr - stand dort. Die Frage wie das passiert sein könne ergab nur die Antwort, dass wohl die Gültigkeit des Guthabens abgelaufen war. AIS hatte zuletzt die Guthabengültigkeiten immer weiter herabgesetzt, damit öfter nachgeladen werden mußte. So macht man auch Umsatz.

Okt 27
2008

Bangkok hat uns wieder

Geschrieben von Jinjok in Urlaub , Thailand , Serviced Appartments , Bangkok , AIS 1.2.Call

Jinjok

So pünktlich wie unsere Boeing 474 das herbstliche Frankfurt am Main verlassen hat kam sie auch in Bangkok auf dem Suvarnabhumi Airport an. Auf dem langen Weg com Terminal C5 zur Immigration legte ich schon mal die thailändische SIM-Karte ins Mobiltelefon. Die bekamen wir von einer Freundin, die sie immer Thailandurlaubern mitgibt, wenn sie diese selbst nicht braucht. So bleibt das Guthaben immer frisch.

 Also Karte rein aber kein Netz gefunden. Komisch und das am Flughafen? 1.2.call von AIS ist eigentlich immer verfügbar. Also auf dem nächtsen Laufband die manuelle Netztsuche angeschmissen und 4 Netze gefunden. Bei keinem bekomme ich Zugang. Inzwischen bin ich an der Immigration angekommen. Die Schlangen sie lang wie immer also noch genug Zeit die ePlus-SIM zu probieren. Kein Problem - sofort kommen die Farang-Begrüßungs-SMS.

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