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Mai 20
2010
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Thailand nach dem Rothemden-Aufstand - Ein Resümee (Teil III)Geschrieben von Jinjok in Thailand , Thai Rak Thai , singapore , Shinawatra , Shin Corp Plc , Rothemden , Redshirt , Lee , Gelbhemden , Bangkok , Aufstand |
Das Ergebnis konnte sich für Shinawatra sehen lassen. Nicht allein, dass er der erste Premierminister des Königreichs Thailand war, der sich einer Wiederwahl stellen durften, so gewann er bei dieser dank seiner Manipulationen auch 374 von 500 Sitzen. Zwar konnte er sich nicht lange an diesem Wahlergebnis erfreuen, aber die nächsten 2 Jahre waren entscheidend für seine Karriere. Nach seiner Wiederwahl konnte er die Gesetze ändern die verhinderten, dass Ausländer die Mehrheit an den thailändischen Firmen übernahmen. Aber auch ein Gesetz wurde extra für die Steuerfreiheit dieses Verkaufs erlassen. Der Verkauf seines Firmenimperiums gestaltete sich aber schwieriger als erwartet. Auch die Opposition im eigenen Land wurde stärker. Immer mehr Menschen lehnten sich gegen die Zensur und die Benachteiligung Shinawatra-ferner Firmen am allgemeinen Aufschwung des Königreiches auf. Handfeste Korruptionsvorwürfe tauchten auf und ließen sich durch die Staranwälte nicht mehr unterdrücken. Das war ein denkbar schlechtes Verkaufsklima. Einzig das befreundete Familien-Regime Lee, welches Singapore schon seit 1959 quasi in Alleinherrschaft regiert, war bereit überhaupt ein Angebot abzugeben. Es fiel dann auch erheblich niedriger aus als erwartet.
Dabei wurden durch die Verkaufsgerüchte, durch Insider geschickt gestreut, die Kurse der einzelnen Unternehmen der Shin Corp Plc über Wochen dramatisch gepushed. Zudem mußte Singapore die irrsinnige Summe in THB auf dem freien Markt beschaffen, was den Kurs des Baht stark in die Höhe trieb. Dadurch wurde nicht nur Thailands exportabhängige Industrien wie Landwirtschaft und die herstellenden Industrie in ihrer Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch der Binnenmarkt durch steigende Zinsen geschädigt. Am Ende überwies die Temasek Holding, deren Vorstand Ehefrau Lee damals war, erst im Januar 2006 76 Milliarden THB an Shinawatra. Offiziell hat er seine Kinder, die sich gerade in der Ausbildung befanden, als alleinige Besitzer des Milliardenimperiums eingesetzt. Dabei hatten sie angeblich im außerbörslichen Handel die Aktien für einen symbolischen Betrag geschenkt bekommen und auch dafür wurden keine Steuern gezahlt, genausowenig wie für den Verkauf an Themasek. Den Fehler den Shinawatra hier machte und der später zur Konfiszierung des Milliardengewinns in großen Teilen führte war, dass die Dividenden aller Anteile immer noch auf seinem Konto und nicht denen seiner Kinder überwiesen wurden - denn die Dividende bekommt der Eigentümer, nicht der Strohmann. : )
